ÖVG – Jour Fixe

Einladung zum

ÖAGP Gestaltcafe

Buchpräsentation: Zeitlose Erfahrung durch Dr. Nancy Amendt-Lyon

Dienstag, 26. März 2019, 19.30 im
Cafe Korb, Brandstätte 9, 1010 Wien.

Dr. Nancy Amendt-Lyon wird das Buch "Zeitlose Erfahrung. Laura Perls‘ unveröffentlichte Notizbücher und literarische Texte 1946-1985" präsentieren. Das Buch enthält das Originalinterview, das Daniel Rosenblatt 1972 mit Laura geführt hat und ist eine Schatztruhe für alle, die sich für die Geschichte der Psychologie und Psychotherapie interessieren.

Laura (Lore) Perls, geborene Posner, war Mitbegründerin der Gestaltpsychotherapie. Sie kam 1905 als erstes Kind einer bürgerlich-jüdischen Familie in Pforzheim zur Welt; ihr Vater war erfolgreicher Schmuckfabrikant. Sie studierte Psychologie bei Adhémar Gelb, Physiologie bei Albrecht Bethe, Philosophie in Frankfurt bei Martin Buber und Paul Tillich, machte ihre psychoanalytische Ausbildung bei Clara Happel und Karl Landauer. Laura Perls floh mit ihrem Mann und der kleinen Tochter Renate 1933 vor dem Nationalsozialismus zuerst nach Amsterdam, dann weiter nach Johannesburg, wo das Ehepaar Perls als Psychoanalytiker arbeiteten. 1947 emigrierte die Familie in die USA, wo Laura bis kurz vor ihrem Tod noch in der Ausbildung von Gestaltpsychotherapeuten arbeitete. Sie starb 1990 in Pforzheim und liegt im Familiengrab der Posners am jüdischen Friedhof.

Laura Perls lieferte wesentliche Beiträge zu den Publikationen ihres Mannes Fritz Perls, aber unter eigenem Namen hat sie nur wenig veröffentlicht. Nun werden Notizbücher, Briefe, Gedichte, Übersetzungen, Kurzgeschichten und Entwürfe für Vorträge und Publikationen in ausführlich kommentierter Form der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zeitlose Erfahrung bietet neben wichtigen Hintergrundinformationen über das Leben von Laura Perls und über die Entstehung der Gestaltpsychotherapie, auch Einblick in die kulturellen, politischen, und philosophischen Einflüsse auf Laura Perls‘ Werk. Es sind Schriftsteller, Philosophen, Psychologen, Psychoanalytiker, Freunde aus Deutschland, Künstler und Pädagogen, die sie nicht nur als Gestaltpsychologin und Psychoanalytikerin beeinflusst haben, sondern auch als Schriftstellerin.

Referentin: Nancy Amendt-Lyon, Dr. phil., Studium der Psychologie in New York, Genf und Graz; seit 1978 als Psychotherapeutin in freier Praxis; Vorsitzende der Österreichischen Vereinigung für Gestalttherapie; langjährige In- und Auslandserfahrung als Lehrtherapeutin für Gestalttherapie; Redaktionsteam der Zeitschriften Gestalt Review und Psychotherapie Forum. Herausgeberin von: (2017) Zeitlose Erfahrung: Laura Perls’ unveröffentlichte Notizbücher und literarische Texte 1946-1985; Gießen: Psychosozial Verlag. (ISBN: 978 3 8379 2702 3); Romandébut: Und niemals ein Ende; Salzburg/Wien: Edition Tandem, 2015. www.amendt-lyon-gestalttherapie.at

Der Eintritt ist frei.



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ÖVG Buchpräsentation

Buchpräsentation:
Katharina Stahlmann (Hrsg.),
Begegnungen mit Geflüchteten – Möglichkeiten der Gestalttherapie.

Reflexionen zu Therapie, Beratung, Politik

Die Herausgeberin Katharina Stahlmann, die Co-Autorin Sabine Zankl und der Rezensent Reneé Reichel haben Ihre Teilnahme zugesagt.
Moderation Beatrix Wimmer

Montag, 13. Mai 2019, 19.30 im
Cafe Korb, Brandstätte 9, 1010 Wien.

Die Veranstaltung geht zunächst auf Entstehung, Grundkonzept und Anliegen des Buches ein. Dabei soll sowohl der Zusammenhang zwischen gestalttherapeutischer Arbeit und politischer Haltung deutlich werden, als auch ganz praktische Aspekte der Arbeit mit Geflüchteten zur Sprache kommen. Anhand von kurzen gelesenen Textausschnitten werden einzelne Aspekte verdeutlicht.
Entsprechend der Fragen und Interessensschwerpunkte der Besucher*innen ist der zweite Teil als Austausch zwischen Herausgeberin, Co-Autorin und den anwesenden Kolleg*innen geplant.

Katharina Stahlmann, Herausgeberin und Co-Autorin des Sammelbandes „Begegnungen mit Geflüchteten – Möglichkeiten der Gestalttherapie“ lebt in Berlin und arbeitet seit 2004 selbständig als Gestalttherapeutin (Einzelne; Paare; Gruppe; Lehrtherapie), sowie als Supervisorin (u.a. für Teams und Leitungskräfte sozialer und psychotherapeutischer Einrichtungen). Seit 2009 arbeitet sie als Gestalttherapeutin auch mit Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus. Die Reflexion ihrer Erfahrungen in dieser Arbeit gab den Anstoß für das vorliegende Buch.
Kontakt: www.k-stahlmann.de

Aus dem Vorwort:
Dieses Buch ist ein praktisches Buch, das Leser*innen Anregungen gibt und auf konkrete Fragen antwortet.
Dieses Buch ist ein Fachbuch. Es reflektiert die Kompetenzen von Gestalttherapeut*innen und Gestaltberater*innen in der Begegnung mit geflüchteten Menschen.
Dieses Buch ist ein persönliches Buch, in dem die Autor*innen ihre persönlichen Antworten auf die gesellschaftlichen Verhältnisse beschreiben, mit denen sie sich konfrontiert sehen.
Dieses Buch ein politisches Buch. Es beschreibt engagiertes berufliches Handeln in einem politischen Feld und ist gleichzeitig ein Dokument bürgerschaftlichen Engagements gegen Xenophobie und ihren politischen Missbrauch.
Damit ist dieses Buch ein Mut machendes Buch. Es zeigt, was auch alles geschieht – obwohl in vielen Bereichen die Unmenschlichkeit auf dem Vormarsch ist und es genug Grund gäbe zu verzweifeln.
Die Autor*innen stellen in ihren Aufsätzen auch die Weiterentwicklung ihrer fachlichen Modelle zur Diskussion, da in der Arbeit mit Geflüchteten nicht immer die klassischen Bedingungen und Regeln von Psychotherapie umsetzbar sind und man Neuland betritt: Wie werde ich begründet handlungsfähig, wenn ich nicht nach gelernten Konzepten arbeiten kann, weil sie nicht weit genug tragen?

Klug, warmherzig, mitmenschlich: die Wirksamkeit und Herzensklugheit der Gestalttherapie in diesem wichtigen Feld.
(Cordula Zimmermann, Berliner Institut für Gestalt BIG, Projekt ehrenamtliche Gestalttherapie und Gestaltberatung für Menschen mit Fluchterfahrung, Berlin

Der Eintritt ist frei.



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GESTALT - FORUM

Die ÖVG – Österreichische Vereinigung für Gestalttherapie - die anerkannte Nationale Organisation in der Europäischen Vereinigung für Gestalttherapie – möchte die Möglichkeit zu einer breiten Diskussion unter GestalttherapeutInnen über Institutsgrenzen hinweg schaffen. Wir stellen uns ein öffentliches Forum vor, das die Möglichkeit bietet AbsolventInnen und KandidatInnen verschiedener Institute vertieft kennen zu lernen.
Inhaltlich geht es uns um einen fortlaufenden Diskussionsprozess von Themen, die zum aktuellen Zeitpunkt als relevant empfunden werden. Und zwar sowohl für die Praxis im engeren Sinne als auch für die Passung von Praxis, Leben und politischen Verhältnissen.

Nächstes Treffen:

Mittwoch, 12. Juni 2019, 20:15

Ort: Bibliotheksraum Esterhazygasse 27/7
(Dieser befindet sich ganz hinten im Hof des Hauses rechts.)

Thema: Wir lesen und diskutieren:

Gestalttherapie und Entwicklungstheorien von Giovanni Salonia

11. Kapitel aus dem Buch: Gestalttherapie in der klinischen Praxis von Gianni Francesetti, Michela Gecele und Jan Roubal.

Organisation und Kontakt:

Egon Urban,
egon.urban(at)oevg-gestalt.at

Wir bitten, wenn möglich, um Anmeldung.



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ÖVG Jour Fixe

Vortrag: Gestalttherapie in Nepal von Mag.a Beatrix Wimmer

Dienstag, 18. Juni 2019, 19.30 im
Cafe Korb, Brandstätte 9, 1010 Wien.